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Master-Modul „Wasserstoff als Energieträger der Zukunft“ baut Brücken zwischen Hochschulen in Sachsen-Anhalt
Master-Modul „Wasserstoff als Energieträger der Zukunft“ baut Brücken zwischen Hochschulen in Sachsen-Anhalt
Modul: „Wasserstoff als Energieträger der Zukunft – technische Herausforderungen und strukturelle Rahmenbedingungen beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft“
Zum Sommersemester 2025 startet nach einjähriger Pause das überarbeitete Modul „Wasserstoff als Energieträger der Zukunft“. Das Modul wird angeboten von dem Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES, Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS, der Hochschule Merseburg (HOME), Hochschule Anhalt (HSA) und die OVGU Magdeburg.
Das Modul vereint die Forschungsexpertisen der fünf beteiligten Institutionen und bietet den Studierenden die Möglichkeit, ein breites Spektrum ingenieurwissenschaftlicher Themen sowie Aspekte der Grundlagenforschung rund um Wasserstoff als Baustein einer grünen Energieversorgung der Zukunft zu erlernen.
Das Modul umfasst 5 ECTS und wird zeitgleich an allen drei Hochschulstandorten angeboten. Die Vorlesungen finden jeden Mittwoch ab 13 Uhr in Präsenz bei einer Hochschule statt, wobei die Standorte durchwechseln und eine parallele Online-Übertragung für die jeweils zwei anderen Standorte erfolgt.
Inhalt:
Das Modul richtet sich an Masterstudierende aller drei Hochschulstandorte mit ingenieur- oder naturwissenschaftlichem Hintergrund und umfasst folgende Inhalte:
- Bedeutung von Wasserstoff: Die Rolle im zukünftigen Energiesystem auf regionaler und globaler Ebene; Einsatz als Energieträger und Rohstoff in energetischen und stofflichen Anwendungen.
- Herstellungsverfahren: Überblick über konventionelle Verfahren und elektrolytische Technologien, einschließlich Grundprinzipien und Peripherie.
- Erneuerbare Energien als Quelle: Nutzung von Wind- und Solarenergie zur Produktion von grünem Wasserstoff; Einfluss von Variabilität, Standortfaktoren und Wasseraufbereitung auf Elektrolyseprozesse.
- PEM-Elektrolyse: Grundlagen der PEM-Technologie, einschließlich Kennzahlen, Testverfahren, Degradationsmechanismen und Materialanalysen.
- Wasserstoffverwertung: Einsatz von Wasserstoff und CO₂ zur Herstellung von Energieträgern und Chemikalien; Vorstellung konkreter Fallstudien.
- Transport und Speicherung: Herausforderungen und technologische Lösungen für Transport und Speicherung von Wasserstoff.
- Sicherheitsaspekte: Normen, Haftungsfragen und Methoden der Risikoanalyse im sicheren Umgang mit Wasserstoff.
Im Rahmen einer Seminararbeit vertiefen die Studierenden ein Thema ihrer Wahl aus einer Liste von angebotenen Themen der beteiligten Institutionen oder ein frei gewähltes Thema. Die Betreuung der Seminararbeit findet entsprechend der Themen durch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der beteiligten Institutionen statt.
Das Master-Modul wurde im Rahmen des Verbundprojekts H2HUB in Sachsen-Anhalt entwickelt, welches kooperative Weiterbildungsangebote zum Themenfeld Wasserstoff für Studierende, Fach- und Führungskräfte aus der Energiewirtschaft und Industrie in Mitteldeutschland implementiert.
Verantwortliche Professorin an der OVGU
Prof. Dr. Franziska Scheffler
Dozentinnen und Dozenten:
Dr. Johannes Höflinger, Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES
Prof. Dr.-Ing. Mathias Seitz, Hochschule Merseburg
Prof. Dr. Ralph Gottschalg, Hochschule Anhalt
Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Krause, Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg
Dr. Klemens Ilse, Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS
Ansprechpartnerin:
Denise Däberitz, Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES
Termine:
09.04.2025, 13:00 – 15 Uhr – OVGU Magdeburg (Gebäude 22A, Raum 110) und online
16.04.2025, 13:00 – 18 Uhr – Hochschule Merseburg (tbd.) und online
23.04.2025, 13:00 – 18 Uhr – Hochschule Anhalt (tbd.) und online
30.04.2025, 13:00 – 15 Uhr – Hochschule Anhalt (tbd.) und online
07.05.2025, 13:00 – 15 Uhr – Hochschule Merseburg (tbd.) und online
14.05.2025, 13:00 – 15 Uhr – Hochschule Merseburg (tbd.) und online
21.05.2025, 13:00 – 15 Uhr – tbd. und online
28.05.2025, 13:00 – 15 Uhr – Hochschule Anhalt (tbd.) und online
04.06.2025, 13:00 – 15 Uhr - online
11.06.2025, 13:00 – 15 Uhr – Hydrogen Lab Leuna
18.06.2025, 13:00 – 15 Uhr – OVGU Magdeburg (Gebäude 22A, Raum 110) und online
Lageplan:
OVGU
Das Gebäude 22A ist Teil des Gebäudes 22 auf dem Campus "Universitätsplatz". Einen Lageplan der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg finden Sie unter folgendem Link: https://www.ovgu.de/unimagdeburg_media/Universität/Dokumente+und+Formulare/Campusplan+Uni+Magdeburg.pdf
Die Mitglieder des H2HUB in Sachsen-Anhalt sind das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES, die Hochschule Anhalt, die Hochschule Merseburg und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Der H2HUB ist eine Lernallianz, die interdisziplinär agiert und einen zielgruppengerechten Transfer aus der Forschung in die berufliche und wissenschaftliche Aus- und Weiterbildung fördert.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
Nanostrukturen für die Energiewende: Fokus auf die photoelektrochemische Wasserspaltung
Nanostrukturen für die Energiewende: Fokus auf die photoelektrochemische Wasserspaltung
Die Weiterbildungsveranstaltung „Elektrolysetechnologien – Erzeugung von Wasserstoff: Wir gehen in die Tiefe!“ nähert sich ihrem Abschluss. Ein besonderer Höhepunkt war der Vortrag von Prof. Dr. Wouter Maijenburg von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der sich mit der photo(elektro)chemischen Wasserspaltung beschäftigte – einem zentralen Prozess für die nachhaltige Wasserstofferzeugung.
Forschungsschwerpunkt von Prof. Maijenburg ist die Entwicklung effizienter und kostengünstiger Materialien für die Nutzung von Sonnenlicht. Insbesondere Nanostrukturen spielen dabei eine Schlüsselrolle, da sie durch ihre große Oberfläche und speziellen elektronischen Eigenschaften erhebliche Vorteile für die photoelektrochemische Wasserspaltung bieten.
Für die Teilnehmenden, die sich bisher vor allem mit der klassischen Elektrolyse befasst hatten, bot dieser Vortrag einen wertvollen Perspektivwechsel. Er zeigte auf, wie alternative Ansätze zur Wasserstofferzeugung das Potenzial nachhaltiger Technologien erweitern können.